Waldaufforstung im Ebersberger Forst: Herbstpflanzung 2026
Unsere Wälder spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Neben der Bindung von CO₂ sind Wälder sehr wichtig für den Erhalt der Biodiversität und den Schutz unseres Trinkwassers. Doch die Herausforderungen des Klimawandels, wie die Intensivierung von Wetterextremen und Verbreitung von Schädlingen, setzen unseren Wäldern erheblich zu. Daher ist ein gezielter Waldumbau als Klimaanpassung notwendig, um die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit unserer Wälder zu stärken.
Bergwaldprojekt e.V. setzt daher gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten ein bedeutsames Waldumbau-Projekt im Ebersberger Forst um. Im Herbst 2026 findet die vierte Pflanzung mit der Aktion Zukunft+ im Ebersberger Forst statt. Es sollen insgesamt 4.000 Bäume gepflanzt werden.
Mitmachen bei der nächsten Baumpflanzaktion am 14.11.2026
Im November veranstalten wir zusammen mit unserem Projektumsetzer erneut eine Baumpflanzaktion im Ebersberger Forst, die Sie nicht nur finanziell unterstützen können, sondern bei der Sie auch selbst aktiv mitanpacken dürfen. Bringen Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen zusammen und erleben Sie einen sinnstiftenden Tag, der Nachhaltigkeit und Teamgeist miteinander verbindet. Kleinspender (< 1.000 Euro) können bis zu 4 Teammitglieder anmelden; Großspender (>1.000 Euro) können bis zu 10 Teammitglieder anmelden.
Dieses Projekt wurde vom Bergwaldprojekt e.V. eingebracht. Seit 2006 arbeitet das Bergwaldprojekt im Waldumbau und Zaunbau (gegen Wildverbiss) im Forstenrieder Park, um einen klimastabilen und gemischten Wald der Zukunft zu gestalten. Der Forstbetrieb München (Bayerische Staatsforsten) bewirtschaftet diese Waldgebiete südlich von München, welche als Bannwälder unter Bestandsschutz stehen. Er unterstützt in diesem Projekt die Logistik und Planung.
Wie schützt das Projekt unser Klima?
Das Pflanzen von tiefwurzelnden Bäumen wie Tannen und Buchen stabilisiert die Fichten-Altbestände nach und nach. Ihre milde Streu hat ein günstiges Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff mit einer hohen Basensättigung. Dies verbessert den Boden im Hinblick auf das Wasser- und Nährstoffspeichervermögen und die Fähigkeit, mehr Kohlenstoff aufzunehmen. Das CO2-Speichervermögen im Boden wird durch den Waldumbau von ca. 10 Tonnen je Hektar und Jahr im Fichtenaltbestand nach 15 Jahren auf 17 bis 20 Tonnen je Hektar und Jahr gesteigert. Über 20 Jahre gerechnet, ergibt sich auf der Fläche von 2,5 Hektar eine potenzielle CO2-Einsparung von 350 bis 500 Tonnen.
Berechnet wurde nur die Kohlenstoff-Speicherleistung durch die Erhöhung des Humusgehalts. Die drohenden Emissionen durch das bereits stattfindende Waldsterben wurden in der Berechnung der Treibhausgasminderung nicht berücksichtigt. Die reale Klimawirksamkeit liegt daher sogar noch höher.
Welche weiteren Vorteile bringt das Projekt mit sich?
Weitere Vorteile, neben der langfristigen CO2-Bindung, sind unter anderem die Schaffung klimastabiler Zukunftswälder, die Erhöhung der Biodiversität durch Pflanzung seltener Laubbäume sowie positive Effekte auf das Kleinklima (Kühlung im Sommer; Wärme im Winter). Die Trinkwasserspeicherung wird von ca. 40 Liter pro Hektar und Jahr innerhalb von 15 Jahren auf etwa 180 Liter gesteigert. Zudem wird die Qualität des Trinkwassers verbessert.
Die Bäume werden im Rahmen von Pflanztagen, sogenannten „Neihaufeschten“ in der Zusammenarbeit mit ehrenamtlich engagierten Bürger:innen gepflanzt. So können interessierte und motivierte Bürger:innen an dem Projekt beteiligt werden.
Warum braucht das Projekt Ihre Unterstützung?
Der Verein Bergwaldprojekt ist gemeinnützig tätig und hauptsächlich spendenfinanziert. Hauptamtliche Försterinnen und Förster kümmern sich um die fachgerechte Pflanzung und Pflege der Bäume, die Dokumentation und das Monitoring über den Wuchserfolg sowie um die Organisation der Freiwilligeneinsätze. Mit Ihrer Spende finanzieren Sie die Bäume und ihre Pflanzung. Pro Baum fallen Kosten von sechs Euro an. Darüber werden die Verpflegungskosten der freiwilligen Teilnehmer, das Pflanzgut, der Wildschutz sowie die spätere Pflege der Bestände bezahlt