Unternehmen und die Aktion Zukunft+

Lokales Klimaengagement verknüpft mit globalem Klimaschutz

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Wir sind der Überzeugung: Gelingender Klimaschutz lebt von der Zusammenarbeit und dem Engagement der ganzen Gesellschaft. Mit der Aktion Zukunft+ bringen wir Unternehmen, Umweltorganisationen, Vereine, Bürger:innen und Politik in den Landkreisen München und Ebersberg zusammen und schaffen gemeinsam einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz. 

Um als Unternehmer:in die Restemissionen Ihrer Firma auszugleichen und dafür Zukunft+ Zertifikate mittels Spende zu erhalten, tätigen Sie die Spende bitte nicht eigenständig über unseren Online-Shop. Aufgrund rechtlicher Besonderheiten bitten wir Sie, uns eine kurze Anfrage zu senden. Über den untenstehenden Button gelangen Sie direkt zum Kontaktformular oder senden Sie uns eine E-Mail an

unternehmen@aktion-zukunft-plus.de.

UND WIE FUNKTIONIERT DAS GANZE?

Einen Beitrag zum Klimaschutz können Unternehmen leisten, indem Sie das Zukunft+ Zertifikat mittels Spende erwerben. Die Höhe des Beitrags kann individuell festgelegt werden: beispielsweise ausgerichtet an der Höhe der vom Unternehmen jährlich ausgestoßenen Treibhausgasemissionen.

Ein Zukunft+ Zertifikat steht jeweils für eine Tonne eingesparter Treibhausgasemissionen. Mit Ihrer Spende werden verifizierte Emissionsminderungszertifikate (sogenannte CO₂-Zertifikate) am freiwilligen Markt erworben, die neben der Entwicklungszusammenarbeit auch den internationalen Klimaschutz fördern. Die Besonderheit der Aktion Zukunft+: Neben Projekten in Ländern des globalen Südens unterstützen Spender:innen von Zukunft+ Zertifikaten auch wirksame lokale Klimaschutzprojekte, die ohne Ihre Unterstützung nicht umgesetzt werden könnten.

Illustration Waage grüner HintergrundIllustration Waage grüner Hintergrund

VORAUSSETZUNGEN FÜR UNTERNEHMEN

Unternehmen, die sich an der Aktion Zukunft+ beteiligen, müssen vor dem Erwerb Zunächst sollten Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Menge an Treibhausgasemissionen bei welchen Prozessen im eigenen Unternehmen anfallen. Selbstverständlich können wir Sie bei der Treibhausgasbilanzierung fachlich unterstützen. Sie können dies ebenfalls über unser Kontaktformular anfragen. Bevor Sie den CO2-Ausgleich Ihrer Emissionen durchführen, gilt es zu analysieren: Wo können Emissionen vermieden oder reduziert werden? Jetzt geht es an die Planung bzw. Umsetzung konkreter Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Parallel dazu können im letzten Schritt die nicht vermeidbaren Emissionen für den Ausgleich in Betracht gezogen werden.der Zukunft+ Zertifikate bestätigen, bestimmte Vorausstzungen zu erfüllen:

Zustimmung zu den Prinzipien des UN Global Compact

Keine Involvierung in folgende Bereiche: 

  • Besitz oder Betrieb von Kernkraftwerken, Produkte und Dienstleistungen für Atromkraftwerke (Umsätze ab 5 Prozent), Förderung und Anreicherung von Uran (Umsätze ab 0 Prozent) und Anreicherung von Uran (Umsätze ab 0 Prozent)
  • Produktion oder Vertrieb von Rüstungsgütern (Umsätze ab 5 Prozent), geächtete Waffen und deren strategischen Bestandteilen (Umsätze ab 0 Prozent) sowie Handfeuerwaffen für den Einsatz in der Zivilbevölkerung (Umsätze ab 0 Prozent), Produktion oder Vertrieb sogenannter Dual-Use Produkte (Umsätze ab 5 Prozent)
  • Unkonventionelle Öl- und Gasförderung (z.B. Schiefergas und Öl-Sand) sowie Öl- und Gasförderung in der Arktis (Umsätze ab 5 Prozent)

 

Die Aktion Zukunft+ ist mit der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH Unterstützer der Allianz für Klima und Entwicklung.

 

Das ist Ihnen noch nicht genug Engagement für das Klima?
Das Unternehmensbündnis „Die Klimaneutralen“ bietet Unternehmen in den Landkreisen München und Ebersberg Unterstützung beim aktiven Klimaschutz. Die Klimaneutralen machen sich gemeinsam auf den Weg, schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030, CO₂-neutral zu werden.

Dabei stehen das Vermeiden und die Reduktion von Emissionen durch mehr Energieeffizienz im Fokus. Unvermeidbare Restemissionen werden über die Zukunft+ Zertifikate der Aktion Zukunft+ ausgeglichen.

FRAGEN & ANTWORTEN

  • Was sollten Unternehmen bei der Kompensation bzw. dem Emissionsausgleich beachten?

    Zunächst sollten Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, welche Menge an Treibhausgasemissionen bei welchen Prozessen im eigenen Unternehmen anfallen. Selbstverständlich können wir Sie bei der Treibhausgasbilanzierung fachlich unterstützen. Sie können dies ebenfalls über unser Kontaktformular anfragen. Bevor Sie den CO2-Ausgleich Ihrer Emissionen durchführen, gilt es zu analysieren: Wo können Emissionen vermieden oder reduziert werden? Jetzt geht es an die Planung bzw. Umsetzung konkreter Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Parallel dazu können im letzten Schritt die nicht vermeidbaren Emissionen für den Ausgleich in Betracht gezogen werden.

  • Wie funktioniert die Kompensation bzw. der Emissionsausgleich bei der Aktion Zukunft+?

    Wenn Sie die Aktion Zukunft+ unterstützen, tätigen Sie keinen direkten Kauf von CO2-Zertifikaten, sondern eine Spende für Klimaschutzprojekte. Durch Ihre Spende werden Klimaschutzprojekte vor Ort (Projekte in der Region) und in Ländern des globalen Südens (Projekte weltweit) unterstützt. Der CO2-Ausgleich erfolgt dabei durch die Projekte weltweit. Hier werden mittels Ihrer Spendengelder CO2-Zertifikate des freiwilligen Kohlenstoffmarktes im Namen der Aktion Zukunft+ erworben, unwiderruflich stillgelegt und somit dem Markt entzogen. Diese Stilllegung erfolgt nicht individuell für jede:n Spender:in, sondern gesammelt nach definierten Zeiträumen. Die abgeschlossenen Stilllegungen sind in den Registern der Zertifizierungsstandards (z. B. Gold Standard) öffentlich einzusehen. Auf der Webseite der Aktion Zukunft+ werden die entsprechenden Projekte verlinkt.      

    Beim klassischen Kauf von CO2-Zertifikaten bei anderen Anbietern erhalten Sie als Nachweis für die CO2-Minderung einen sogenannten Einzelstilllegungsnachweis. Solch ein Nachweis ist nicht mit dem Spendencharakter der Aktion Zukunft+ vereinbar. Deshalb erhalten Sie für die von Ihnen unterstützten Projekte weltweit keinen Einzelstilllegungsnachweis, sondern stattdessen eine individuelle Urkunde im Namen der AktionZukunft+ (das Zukunft+ Zertifikat), welche Ihren Beitrag und die damit erzielte CO2-Minderung belegt. Diese können Sie nutzen, um Ihr Engagement öffentlich sichtbar zu machen. Zudem erhalten Sie eine offizielle Spendenquittung.

    Für Unternehmenskunden wird sichergestellt, dass das Zukunft+ Zertifikat erst nach der Stilllegung ausgegeben wird, sodass das Unternehmen von einer bereits getätigten Kompensation sprechen kann.

  • Wie können Unternehmen ihre Unterstützung für die Aktion Zukunft+ kommunizieren? 

    Wir empfehlen Unternehmen in der Kommunikation beispielsweise folgende Formulierung:

    "Wir unterstützen die Aktion Zukunft+ und haben [Anzahl] Zukunft+ Zertifikate erworben. Mit dieser Spende unterstützen wir Klimaschutzprojekte in den Landkreisen München und Ebersberg und tragen so zum lokalen Klimaschutz bei. Zudem werden im Rahmen der Aktion Zukunft+ auch Klimaschutzprojekte im globalen Süden unterstützt. Unser finanzieller Beitrag hat so zu einer CO2-Einsparung von [Menge] Tonnen geführt."
    Weitere Hinweise und Empfehlungen zur Kommunikation der Themen Klimaneutralität und Kompensation bzw. Emissionsausgleich erhalten Sie in unserem Kommunikationsleitfaden, den wir Ihnen gerne auf Anfrage zur Verfügung stellen.  
    Neben dem Zukunft+ Zertifikat stellen wir Ihnen gerne weitere Kommunikationshilfen zur Verfügung, zum Beispiel Online-Unterstützerbanner, individualisierte Plakate und einen Kommunikationsleitfaden. 

    Kontaktieren Sie uns gerne direkt unter unternehmen@aktion-zukunft-plus.de. 

  • Klimaschutzprojekte unter dem Pariser Klimaschutzabkommen – Wie vermeiden wir Doppelzählungen?

    Um die Gefahr der Doppelzählung zu vermeiden, haben wir uns dazu entschieden nur CO2-Zertifikate mit Ausstellungsdatum vor 2021 zu erwerben - also vor Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommens.

    Hintergrund:

    Das Pariser Klimaschutzabkommen wurde 2021 als Nachfolger des Kyoto-Protokolls beschlossen. Es regelt den verpflichtenden Klimaschutz auf staatlicher Ebene und beeinflusst auch den Markt für freiwillige CO2-Kompensation. Das Kyoto-Protokoll hatte nur für Industrieländer verbindliche Verpflichtungen zur Begrenzung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufgestellt. Um diesen Ländern zu ermöglichen, ihre Reduktionsziele zu erreichen, durften sie ihren Reduktionsverpflichtungen zum Teil über die Unterstützung von Projekten im Ausland nachgehen. Dadurch entstanden handelbare CO2-Zertifikate (Certified Emission Reductions, CERs), die von Ländern und privaten Akteuren genutzt werden können.

    Daraufhin entwickelte sich der Markt für die freiwillige Kompensation von Treibhausgasemissionen. Hier können Unternehmen und Einzelpersonen ihren CO2-Fußabdruck durch den Kauf von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten (Verified Emission Reductions, VERs) kompensieren. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen sind nun erstmals alle 195 Staaten verpflichtet, Emissionsreduktionsziele zu verfolgen und regelmäßig an die UN zu berichten. In ihren national festgelegten Beiträgen (Nationally Determined Contributions, NDCs) legen die einzelnen Länder ihre Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung fest. Da sich nun auch Entwicklungs- und Schwellenländer zu CO2-Reduktionszielen verpflichtet haben, besteht die Gefahr der Doppelzählung bei der Durchführung von Klimaschutzprojekten.

    Ausblick:

    Um das Problem der Doppelzählung mittelfristig anzugehen, könnten die Projektländer die Emissionsreduktionen, die sie für die Kompensation ins Ausland exportieren, in ihrer Berichterstattung ausweisen und von ihren Minderungszielen abziehen. Dies wird als „Corresponding Adjustments (CA)“ bezeichnet. Diese Emissionsreduktionen können dann zur Kompensation verwendet werden. Eine alternative Lösung sind Zertifikate mit „Contribution Claims (CC)". Diese Zertifikate belegen ebenfalls Emissionsreduktionen in den Projektländern, werden jedoch von diesen selbst angerechnet und nicht ins Ausland verkauft. Diese Zertifikate repräsentieren einen Klimaschutzbeitrag, sind aber nicht für die Kompensation oder Erreichung von „Klimaneutralität" vorgesehen. Der Übergangsprozess zu CA und CC ist noch nicht abgeschlossen.

    Bis zur Fertigstellung des CA-CC-Übergangsprozesses handeln wir wie folgt:

    Wir bieten nur Zertifikate an, die vor 2021 ausgestellt wurden, um die Gefahr der Doppelzählung zu vermeiden. Das heißt wir vermeiden, dass bestimmte Klimaschutzprojekte von mehreren Parteien gleichzeitig für ihre Reduktionsziele beansprucht werden könnten. Dadurch gewährleisten wir, dass unsere Klimaschutzmaßnahmen transparent und zuverlässig sind. Es ist wichtig, dass jeder Beitrag zur CO2-Reduktion eindeutig und nachvollziehbar ist, um die Glaubwürdigkeit und Effektivität unserer Klimaschutzbemühungen sicherzustellen.

    Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München und Andreas Frühschütz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg bei einer Besichtigung des Humusaufbau-Klimaschutzprojektes der Aktion Zukunft+ in Aschheim.

    Kreissparkasse als offizieller Partner

    Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg geht mit gutem Beispiel voran und gleicht ihre jährlichen Restemissionen durch die finanzielle Unterstützung von Klimaschutzprojekten über die Aktion Zukunft+ aus. Um ihre Emissionen zu reduzieren, ermittelt die Kreissparkasse unter anderem durch das Umweltmanagementsystem Ökoprofit Energieeinsparpotenziale.

    Seit August 2023 ist die Kreissparkasse zudem Kooperationspartner der Aktion Zukunft+. Das bedeutet, dass die Kreissparkasse die Aktion Zukunft+ bei der Bekanntmachung unterstützt. Dies geschieht beispielsweise durch Werbemaßnahmen in den Filialen, bei Kundengesprächen oder auf der Webseite. „Wir sind von der Aktion und der Herangehensweise überzeugt und gerne bereit, diese mit unseren Möglichkeiten zu unterstützen“, erklärt Andreas Frühschütz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, die Beweggründe.

    Unterstützer der Aktion Zukunft+

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